Du weißt, dass Bloggen gut für deine Sichtbarkeit wäre. Aber dann sitzt du vor dem leeren Dokument und fragst dich: Worüber soll ich eigentlich schreiben? Und lohnt sich der Aufwand überhaupt?
Ich kenne das. Lange habe ich meinen Blog vor mir hergeschoben, weil ich keinen Plan hatte. Und auch nicht sicher war, ob es mir etwas bringt. Ich hätte mich nicht mehr täuschen können. In der Zwischenzeit habe ich mir eine langfristige Content-Strategie erarbeitet. Ich zeige dir, wie ich vorgehe.
Kurzfassung für Eilige
Eine Content-Strategie für deinen Blog bedeutet, dass du weißt, für wen du schreibst, welche Themen wirklich relevant sind und wie du es schaffst regelmäßig etwas zu veröffentlichen, ohne jedes Mal wieder bei Null anzufangen.
Lies auch: Was ist Content-Marketing? Einfach erklärt, bevor wir in die Strategie gehen.
- Ohne Ziel kam ich nicht voran
- Schritt 1: Setze dir ein klares Ziel für deinen Blog
- Schritt 2: Kenne deine Zielgruppe (richtig gut!)
- Schritt 3: Finde deine Themen entlang der Kundenreise
- Schritt 4: Den Redaktionsplan aufsetzen
- Schritt 5: Blogartikel schreiben, die wirklich gelesen werden
- Schritt 6: Verbreite deine Inhalte, denn guter Content liest sich nicht von alleine
- Schritt 7: Ergebnisse messen und daraus lernen
- Mit einer Content-Strategie machst du aus deinem Blog ein echtes Werkzeug
- Ohne Ziel kam ich nicht voran
- Schritt 1: Setze dir ein klares Ziel für deinen Blog
- Schritt 2: Kenne deine Zielgruppe (richtig gut!)
- Schritt 3: Finde deine Themen entlang der Kundenreise
- Schritt 4: Den Redaktionsplan aufsetzen
- Schritt 5: Blogartikel schreiben, die wirklich gelesen werden
- Schritt 6: Verbreite deine Inhalte, denn guter Content liest sich nicht von alleine
- Schritt 7: Ergebnisse messen und daraus lernen
- Mit einer Content-Strategie machst du aus deinem Blog ein echtes Werkzeug
Ohne Ziel kam ich nicht voran
Ich habe eine Weile einfach „drauflosgebloggt“. Über das, was mich gerade beschäftigt hatte. Das war zwar schön, leider hat aber kaum jemand die Artikel gefunden. Und wenn doch, war es eher Zufall.
Erst als ich angefangen hatte, meine Themen entlang echter Suchbegriffe und anhand der Fragen meiner Kundinnen zu schreiben, hat sich etwas verändert. Ich hatte mehr Seitenaufrufe, mehr Anfragen und ich musste nicht mehr jedes Mal krampfhaft überlegen: Worüber ich bloß schreiben soll?
Hier ist, was ich gelernt habe.
Schritt 1: Setze dir ein klares Ziel für deinen Blog
Du blogst nicht einfach, weil du „das ja irgendwie machen musst“. Dafür ist deine Zeit zu kostbar. Frag dich: Was soll denn mein Blog für mich erreichen?
- Mehr Sichtbarkeit bei Google?
- Vertrauen bei potenziellen Kundinnen aufbauen?
- Newsletter-Abonnentinnen gewinnen?
- Anfragen für ein bestimmtes Angebot bringen?
Das klingt zwar logisch und simpel, aber ohne dieses Ziel verlierst du schnell den Faden. Ich habe mir mein Ziel ganz klar aufgeschrieben. Und das ist beim Erstellen jedes Artikels immer im Hinterkopf.
Ihr Ziel: Mehr Buchungen für ihr 4-Wochen-Ernährungsprogramm.
Ihre Blogartikel sollen Mamas mit wenig Zeit ansprechen und ihnen zeigen, dass gesunde Ernährung trotz Alltags-Stress machbar ist.
Schritt 2: Kenne deine Zielgruppe (richtig gut!)
Schreibst du für ALLE, interessiert es NIEMANDEN. Das klingt hart, ist aber wahr.
Ganz wichtig: Welche Fragen stellen dir deine Kund:innen? Was sind ihre Wünsche? Was googeln sie? Welche exakten Suchbegriffe verwenden sie? Wo informieren sie sich sonst noch? Content-Marketing ist dann erfolgreich, wenn du genau die Menschen ansprichst, denen du eine Lösung für ihr Problem lieferst.
Du sammelst Vintage-Schreibmaschinen und bietet Informationen für die Restaurationen und Geschichten zu ihren ehemaligen Besitzern? Prima, dann lässt sich der Kreis der Personen sicher leicht eingrenzen. Häufig ist eine Zielgruppe aber breit gefächert. Dann kann es helfen, fiktive Personen zu entwerfen, die deine typischen Kundinnen repräsentieren. Eine Persona mit Namen, Beruf, Alltag und konkreten Problemen. Das klingt nach Marketingkurs, aber es hilft wirklich beim Schreiben
Schritt 3: Finde deine Themen entlang der Kundenreise
Du willst einen Blog schreiben und neue Leser finden, aber du weißt nicht, worüber? Starte mit einem Content-Plan. Sammle Themen und Ideen. Hier ein kleiner Tipp, der mir hilft, Ideen zu finden: Überlege entlang der Kundenreise. Also steht sie am Anfang, in der Mitte oder kurz vor einer Entscheidung?
- Am Anfang der Kundenreise (Top of Funnel): Deine Leser:in hat ein Problem, aber sie kennt die Lösung nicht. Schreibe also über typische Herausforderungen.
- In der Mitte (Mid of Funnel): Sie weiss jetzt, dass es Lösungen gibt, aber sie sucht die richtige. Erkläre Methoden und Vorteile.
- Am Ende (Bottom of Funnel): Sie ist bereit, zu investieren. Biete Case Studies, FAQs oder konkrete Angebote.
So entsteht ein Themenpool, der deine Leserin durch verschiedene Phasen begleitet – und am Ende zu dir führt.
Schritt 4: Den Redaktionsplan aufsetzen
Spätestens, wenn du mal zehn oder mehr Ideen hast, brauchst du einen Plan. Sonst verschiebst du alles auf „später“. Ich nutze eine einfache Tabelle: Thema, Keyword, Zielgruppe, Veröffentlichungsdatum, Kanal zur Verbreitung. Nichts Kompliziertes. Aber alles an einem Ort.
– 10.02.: Gesunde Snacks für unterwegs. (Zielgruppe: Berufstätige, Keyword: Snacks ohne Zucker, Verbreitung: Instagram)
– 24.02.: 3 schnelle Frühstücksideen für Mamas (Zielgruppe: Eltern, Keyword: schnelles gesundes Frühstück Verbreitung: Instagram)
– 12.03.: Meal Prep für Anfänger(Zielgruppe: alle, Keyword: Meal Prep Anleitung, Verbreitung: Instagram)
In einem Redaktionsplan notierst du dir nicht nur, wann du planst, deine Artikel zu veröffentlichen. Du kannst dir notieren, wen (welche Zielgruppe) du mit einem Blogbeitrag erreichen möchtest und wie du ihn teilen willst (Pinterest, Instagram usw.). Lies hier, was in einen guten Redaktionsplan gehört.
Schritt 5: Blogartikel schreiben, die wirklich gelesen werden
Bevor es nun endlich ans Texten geht, schaue kurz, ob es schon einen ähnlichen Artikel gibt. Wenn ja, überarbeitest du lieber den alten, als einen neuen zu schreiben. Das nennt sich Content-Recycling und spart dir eine Menge Zeit, wenn du etwas wiederverwenden, umwandeln oder aktualisieren kannst.
Beim Schreiben selbst, komme schnell auf den Punkt. Online lesen die Menschen anders als in einem Buch. Sie scannen, springen und suchen. Deine Kernaussage gehört unbedingt in den ersten Absatz, nicht ans Ende. Das bedeutet für einige eine echte Umstellung bei der Formulierung.
Zeig, warum das Thema relevant ist. Liefere Mehrwert mit konkreten Tipps oder Anleitungen. Fasse zusammen und gib eine Handlungsaufforderung (Call-to-Action).
Schreib so, wie du mit einer Freundin reden würdest. Niemand mag steife Texte.
Beispiel: Nina, selbstständige Ernährungsberaterin
Ihr Blogbeitrag heißt „5 schnelle Frühstücksideen für Mamas und Papas“ startet so:
Du hast morgens keine Zeit für ein gesundes Frühstück? Ich zeige dir 3 Rezepte, die du in 5 Minuten zubereiten kannst – gesund, lecker und alltagstauglich. Im Artikel beschreibt sie die Rezepte klar und präzise und gibt Tipps für die Umsetzung.
Schritt 6: Verbreite deine Inhalte, denn guter Content liest sich nicht von alleine
Einen Artikel auf deine Website zu stellen, reicht nicht. Du musst aktiv dafür sorgen, dass ihn jemand sieht. Also erzähle deiner Zielgruppe davon, was du großartigen zu sagen hast.
- Newsletter: Verlinke auf den neuen Artikel mit einem kurzen Teaser
- Instagram oder LinkedIn: Teile den Kerngedanken des Artikels als Post
- Pinterest: Besonders gut für Blogartikel mit Ratgeber-Charakter
- Interne Verlinkung: Verlinke neue Artikel in älteren Beiträgen
Nina teilt ihren Artikel in Facebook-Gruppen für Mütter und erstellt eine Pinterest-Grafik.
Wenn deine Sichtbarkeit über eigene Kanäle nicht sehr groß ist, kannst du für die Reichweite natürlich auch bezahlen. Dafür kannst du Werbeanzeigen in den sozialen Medien, Google Ads oder andere Sponsorings nutzen. Diese Möglichkeit hat nur einen Haken: Deine Sichtbarkeit endet, sobald du nicht mehr zahlst.
Schritt 7: Ergebnisse messen und daraus lernen
Etwas Neues zu schreiben, macht viel mehr Spaß, als trockene Zahlen auszuwerten, jedenfalls geht mir das. Trotzdem schaue ich einmal im Monat in die Google Search Console und in Google Analytics. Nicht um mich in vielen Zahlen zu verlieren, sondern, um zu verstehen, was funktioniert und was nicht.
Während Flyer und Empfehlungen schwer zu bewerten sind, kannst du online vieles ganz einfach messen:
- Welcher Artikel bringt wieviel Traffic?
- Wie lange bleiben Leserinnen auf der Seite?
- Über welchen Artikel kommen Newsletter-Anmeldungen?
- Über welches Keyword werden meine Artikel gefunden?
Stelle dir vor, Nina hat viele Wochen damit verbracht, ein E-Book über Meal Prep zu schreiben. Sie veröffentlicht es auf ihrer Webseite, aber niemand lädt es herunter. Ohne konkreten Anhaltspunkt, weiß sie nicht, was sie verbessern kann, um die Downloads zu steigern.
Wird die Webseite überhaupt bei Google gefunden? Es ist ausreichend Traffic auf der Webseite, trotzdem klickt niemand auf Download. Ist der Button zu unscheinbar? Nur mit konkreten Zahlen, wird Nina die richtigen Konsequenzen ziehen.
All diese Erkenntnisse fließen in den nächsten Redaktionsplan mit ein. So verbessert sich mein Blog Stück für Stück, ohne dass ich jedes Mal wieder bei Null anfange.
Mit einer Content-Strategie machst du aus deinem Blog ein echtes Werkzeug
Bloggen ohne Content-Strategie ist wie ein Puzzle ohne Vorlage. Du weißt, dass alles schon irgendwie zusammen passt, aber du weißt nicht, wohin die einzelnen Teile gehören.
Mit einer klaren Content-Strategie weißt du, für wen du schreibst, was du schreibst und warum. Du verschwendest weniger Zeit mit der Frage „Worüber soll ich bloß schreiben?“. Stattdess gewinnst mehr Leser*innen, mehr Vertrauen und mehr Anfragen.
Aber mit einem klaren Plan kannst du:
- Regelmäßig relevanten Content veröffentlichen
- Deine Kund:innen gezielt ansprechen
- Weniger Zeit mit der Frage „Worüber soll ich bloß schreiben?“ verschwenden
- Mehr Besucher und Anfragen über deinen Blog gewinnen
Du bist dir unsicher, wie du mit deine Content-Marketing starten sollst?
Ich zeige dir, wie Ziele definierst, Themen findest und Texte erstellst, die auch bei Google gefunden werden.
