Suchintention verstehen – warum ist sie so wichtig für SEO?
Du willst wissen, wie du mit deinen Inhalten bei Google besser gefunden wirst? Dann brauchst du mehr als nur Keywords – du musst verstehen, was deine Kund:innen eigentlich suchen
Denn vor jeder Eingabe in Google steht eine Suchintention: Die Absicht, warum überhaupt jemand eine Suchanfrage im Internet startet. Wenn du diese Absicht kennst, kannst du gezielt Inhalte schreiben, die gefunden und gelesen werden.
Du tippst etwas in die Suchmaschinen ein und innerhalb von Sekunden erhältst du eine Liste mit Ergebnissen, die mehr oder weniger gut zu deiner Anfrage passen. Wie macht Google das? Der Algorithmus ist darauf trainiert zu verstehen, was du mit deiner Anfrage wohl gemein haben könntest. Und genau hier kommt die Suchintention ins Spiel.
Hast du schon über die SEO-Optimierung deiner Seite nachgedacht?
Was ist die Suchintention?
Die Suchintention – auch Benutzerintention oder query intent genannt – beschreibt, warum jemand eine Suchanfrage stellt. Also, die Motivation hinter der Eingabe. Meistens haben Internetnutzer Fragen wie diese im Kopf: „Ich möchte XY wissen.“, „Ich möchte XY kaufen.“ oder „Ich suche Seite XY oder Ort XY“.
Wenn du verstehst, was Internetnutzer:innen wirklich wollen, kannst du genau die Inhalte erstellen, die Google als besonders relevant erkennt. Und so kannst du dein Ranking verbessern. Google hat dabei ein ganz klares Ziel:
… die Informationen der Welt zu organisieren und sie allgemein zugänglich und nutzbar zu machen.
Damit das funktioniert, speichert Google alle gefunden Information in einer Art Inhaltsverzeichnis ab. Wird ein Suchbegriff (ein Keyword) in der Suchmaschine eingegeben, kann in wenigen Augenblicken alles passende zum Thema angezeigt werden. Wenn du jetzt die Suchintention hinter diesem Suchbegriff genau kennst, kannst du Inhalte erstellen, die gelesen werden? SEO fängt damit an, dass du verstehst, was deine Leser:innen beschäftigt. Und wenn du das weißt, stelle ihnen die Informationen bereit, die sie brauchen.
4 Arten von Suchintentionen, die du kennen solltest
Täglich werden auf der ganzen Welt Milliarden von Suchanfragen gestellt. Hinter jeder steht ein bestimmtes Ziel oder der Wunsch etwas zu finden. Auch wenn jede Anfrage für sich sehr individuell ist, können wir sie auf wenige Arten von Suchintentionen herunter brechen.
Google spricht in seinen Richtlinien bei der Suchintention auch von:
Know | Informationen finden (etwas lernen oder nachlesen) | „Was ist eine Suchintention?“ |
Do | Eine Handlung ausführen (kaufen, bestellen, downloaden) | „Newsletter-Software testen“ |
Website | Eine Website besuchen | „LinkedIn Login“ |
Visit-in-person | Einen Ort finden (Restaurant, Supermarkt, Arzt, Café) | „Zahnarzt Neustadt Süd“ |
Warum ist die Suchintention so wichtig für SEO?
Stell dir vor, du möchtest dir einen individuellen Schrank bauen lassen und suchst nach „Wie teuer ist ein Schrank vom Tischler?“ Jetzt landest du auf einer Seite, auf der du zwar jede Menge schöner Schränke findest, aber keine Preise. Was machst du? Genau, du gehst zur nächsten Seite.
Inhalt und Suchintention passen nicht zusammen.. Google merkt das und wird diese Webseite im Ranking nach unten rutschen lassen.
Wenn du also Inhalte versprichst, die du nicht hältst, verlierst du Leser:innen und deine Sichtbarkeit. Deshalb ist es wichtig: Nicht für Google optimieren, sondern für deine Leserinnen.
Hier sind dein paar Suchintention-Beispiele:
Suchbegriff | Suchintention | Information auf deiner Webseite |
„Pilates-Kurs buchen“ | DO: Die Person will etwas buchen. | Termine und Preise nennen |
„Pilates gegen Rückenschmerzen“ | KNOW: Die Person sucht Informationen | Blogartikel mit Tipps und Übungen |
„Website erstellen lassen“ | DO: Die Person möchte etwas kaufen. | Angebot zeigen |
„Was kostet ein Schrank beim Tischler“ | KNOW + DO: Mischung aus Information und Handlung | Zeige Preisbeispiele und wie die Person in Kontakt kommen kann. |
So findest du die Suchintention hinter einem Keyword heraus
Die Suchintention erkennen ist manchmal nicht so leicht. Du erkennst sie an der Art der Suchanfrage. Fragt ein Nutzer eher allgemein und oberflächlich oder geht’s inhaltlich gleich ans Eingemachte? Verwenden deine Leser Fachausdrücke oder allgemeine Beschreibungen?
Du kannst du Suchintention auf verschiedenen Wegen herausfinden:
Analysiere die Suchergebnisse
Die SERP (Search Engine Results Page) deiner Suchmaschine. Gib ein Keyword bei Google ein und schau dir die ersten 5 Ergebnisse der SERP (Search Engine Results Page) an.
- Welche Art von Inhalten wird angezeigt: Blogartikel, Produktseiten, Shopping-Angebote, Wegbeschreibungen?
- Gibt es Inhalte wie „Ähnliche Fragen“
- Welche Absicht könnte dahinter stecken: Know, Do, Website, Visit?
Je häufiger du diese Art von Analyse machst, desto leichter erkennst du ein Muster dahinter. Es gibt jede Menge nützliche kostenlose und kostenpflichtige Tools wie ChatGPT, Mangools KWFinder oder Answerthepublic, die dich dabei unterstützen können.
Sprich mit deinen Kund:innen
Ruf sie an oder erstelle eine Umfrage, z.B. über Social Media. Wenn du einen Kundensupport hast, unterhalte dich mit deinen Mitarbeitern. Tauchen immer die selben Fragen auf? Vielleicht kannst du auf diesem Wege die Menge der Supportanfragen reduzieren.
Schau dir die Nutzersignale an
Analysiere, wie sich die Leser auf deiner Webseite oder deinem Blog verhalten. Achte auf die Verweildauer auf deinen Seiten, auf Absprungraten, Klickraten, wiederkehrende User usw. Diese Information erhältst du über Tools wie Google Analytics oder Matomo.
Aber: Verlasse dich nicht nur auf die reinen Daten! Sie sind leicht zu messen, aber manchmal schwer zu interpretieren. Geh immer mit dem gesunden Menschenverstand ran.
Verwende die Suchintention für dein SEO
Google verbessert laufend seinen Algorihmus und erkennt sehr gut, wonach ein Internetnutzer sucht. Das heißt für dich: Wenn Google es schafft, die Verbindung zwischen der Suchanfrage eines Internetnutzers und deinem Content herzustellen, wird deine Seite in der Suchergebnisliste (SERP) erscheinen.
Aber wenn du dich nicht auf ein Nischenthema spezialisiert hast, wird es vermutlich dutzende oder hunderte Webseiten geben, mit denen du um Platz 1 buhlst. An dieser Stelle kommen deine Empathie und der Austausch mit deinen Leser:innen ins Spiel. Wenn du die Bedürfnisse und Wünsche erkennst, kannst du wertvollen, relevanten Content für deinen Website erstellen. Dafür ist eine durchdachte Content-Strategie super wertvoll.
Hier einige Praxistipps angepasst an die SEO Suchintention:
- KNOW: Erstelle Blogartikel, Ratgeberseiten, How-Tos, Checklisten
- DO: Erstelle Angebotsseiten, Buchungsseiten, Kontaktseiten, Preisbeispiele
- WEBSITE: Strukturiere deine Startseite, nenne deine Marke
- VISIT-IN-PERSON: Erstelle ein Google Unternehmensprofil, nenne deine Adresse
Für Google geht Qualität vor Quantität. Je präziser deine Inhalte, desto mehr Leser hat deine Seite und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie oben in der Suchergebnisliste erscheint.
Achte schon bei der Keyword-Recherche auf die Suchintention
Der Blick auf die Suchintention fängt nicht nicht erst beim Schreiben der Texte an. Du brauchst das Wissen schon bei der Keywords-Recherche. Doch wie findest du jetzt heraus, welche Art der Suchintention ein Keyword hat? Dafür gibt es verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Tools:
- Google Tools, wie Search Console, Trends oder Analytics
- Suchergebnislisten (SERPs) der Suchmaschinen
- Keyword-Tools, wie Mangools, Ubersuggest
- KI-Tools, wie ChatGPT
Viele professionelle Tools, wie Sistrix oder Ahref sind sehr teuer. Oft reicht aber auch eine kostenlose Version oder ein Probe-Abo.
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Auch – oder gerade – für kleine Unternehmen ist die Suchintention wichtig
Die Suchintention ist das Herzstück, in deiner SEO-Strategie. Wenn du weist, wonach deine Leser:innen suchen, kannst du
- deine Sichtbarkeit im Internet verbessern.
- Vertrauen aufbauen.
- und mehr Umsatz erzielen.
Ohne dieses Wissen, kannst du keinen hilfreichen Content schreiben – selbst dann nicht, wenn du die „richtigen“ Keywords recherchiert hast. Bevor du also einen Text erstellst, sei empathisch und frage dich immer: Was wollen meine Kund:innen genau wissen, wenn sie eine bestimmte Suchanfrage startet.
- Wähle ein Keyword, das für dein Angebot relevant ist
- Gib es bei Google ein und analysiere die Suchergebnisse
- Passe deine Inhalte an die Suchintention an oder erstelle eine neue Seite
- Verlinke gezielt weiterführende Inhalte
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