WordPress auf HTTPS umstellen ist leichter als du denkst

Wenn du dein WordPress auf HTTPS umstellen willst, zeigst du deinen Seitenbesuchern, dass du dich um die Sicherheit ihrer Daten k├╝mmerst. Trotzdem scheuen manche den Schritt aus unterschiedlichen Gr├╝nden:

  • Sie Kosten wollen sparen.
  • Ihnen ist der technische Aufwand zu gro├č.
  • Sie wissen nicht, wie es geht.

In diesem Blog zeige ich dir, wie du in wenigen Schritte dein WordPress auf HTTPS umstellen kannst. Es ist leichter ist, als du denkst ÔÇô auch f├╝r Nicht-Techies.

Gr├╝nde, warum du auf dein WordPress auf HTTPS umstellen solltest

Mit einer HTTPS-Verbindung zeigst du deinen Website-Besuchern, dass du Sicherheit und Privatsph├Ąre ernst nimmst.

  1. Datenschutz: Wenn du ├╝ber Kontakt- oder Bestellformulare personenbezogene Daten wie E-Mail-Adressen oder Kontoverbindungen abfragst, verschl├╝sselt HTTPS die Kommunikation. Daten k├Ânnen dann nicht abfangen oder manipuliert werden.
  2. SEO: Google belohnt deine Seiten und Betr├Ąge oft mit h├Âheren Rankings.
  3. Ladezeit: Daten werden schneller und effizienter ├╝bertragen. Das verbessert die Ladezeit deiner Website.
  4. Sicherheit: Einige Browser markieren HTTP-Websites als „Nicht sicher“. Viele Seitenbesucher lassen sich davon abschrecken und verlassen deine Seite.

Wenn du also deine WordPress-Website sicherer machen m├Âchtest und gleichzeitig Vertrauen bei deinen Besuchern aufbauen willst, solltest du unbedingt auf HTTPS setzen.

HTTPS ist das Sicherheitszeugnis f├╝r deine Website

Ist dir schon einmal das kleine Schlosssymbol aufgefallen, dass in deinem Browsers neben jeder URL steht? Oder besser, stehen sollte. Dieses Schloss bedeutet, dass ÔÇô Achtung, jetzt wird es ein wenig technisch ÔÇô die Daten zwischen deinem Browser und der Website, die du besuchst, verschl├╝sselt ├╝bertragen werden.

HTTPS ist die Abk├╝rzung f├╝r Hyper Text Transfer Protocol Secure, das Daten mit Hilfe von SSL/TLS ├╝bertr├Ągt. HTTPS verhindert, dass Dritte auf deine pers├Ânlichen Daten zugreifen k├Ânnen. Diese Dritten sind meistens Kriminelle und haben es auf Kontodaten, Passw├Ârter oder E-Mail-Adressen abgesehen.

Besuchst du eine Website mit einem g├╝ltigen Sicherheitszertifikat, kannst du sicher sein, dass deine Daten gesch├╝tzt sind.

Klick einfach mal auf das Schloss. Auf meiner Website sieht das in Chrome so aus:

WordPress auf HTTPS umstellen

Du musst nur wenige Handgriffe und Anpassungen vornehmen. Los gehtÔÇÖs.

Lass aber bitte keinen Schritt aus: K├╝rzlich hatte ich mal nicht alles beachtet und damit die Website einer Kundin in eine Dauerschleife aus Weiterleitungen geschickt – Autsch. Es hat mich ein paar hektische Minuten und Schwei├čperlen gekostet, bis alles wieder lief.

Schritt 1: Erstelle ein Backup

Bevor du HTTPS in WordPress aktivierst, aktualisiere noch einmal alle Plugins und Themes. Veraltete Versionen k├Ânnen Sicherheitsl├╝cken haben und von Hackern ausgenutzt werden. Am besten machst du gleich ein Backup deiner WordPress-Website ÔÇô aber das machst du ja hoffentlich sowieso regelm├Ą├čig.

Schritt 2: Du brauchst ein SSL Zertifikat

Das SSL-Zertifikat ist eine Art digitaler Pass, der deine Website ├╝berpr├╝ft und Daten verschl├╝sselt versendet. Ohne diesen Schutz k├Ânnte jeder die Daten von deiner Website abfangen oder manipulieren.

Es gibt verschiedene Anbieter f├╝r SSL-Zertifikate. Oftmals kannst du sie direkt bei deinem Webhoster kaufen und selbst aktivieren.

Nachdem du dein Sie das SSL-Zertifikat erhalten hast, aktualisiere deine URLs in WordPress.

Schritt 3: Aktiviere HTTPS in WordPress.

Damit deine Seite korrekt ├╝ber WordPress ausgegeben wird, musst du im Backend die URLs ├Ąndern. Melde dich daf├╝r bei WordPress an und klicke auf Einstellungen Ôćĺ Allgemein.

Hier ├Ąnderst du die beiden URLs unter „WordPress-Adresse (URL)“ und „Website-Adresse (URL)“ zu „https://“.

Schritt 4: Interne und externe Links pr├╝fen

Nach der Umstellung auf eine sichere HTTPS-Verbindung kann es aber sein, dass immer noch Bilder, Skripte oder andere Inhalte ├╝ber eine unsichere HTTP-Verbindung geladen werden. Das siehst du, wenn im Browser neben der URL ein Warnsymbol, das anstatt des Schlosses erscheint.

Es bleibt dir nichts ├╝brig, als deine Website gr├╝ndlich auf interne Links und eingebettete Inhalte zu durchforsten. Du hast verschiedene M├Âglichkeiten:

Ändere die Links manuell:

  • Gehe in die WordPress-Mediathek. ├ťberpr├╝fe und ├Ąndere die URLs der Bilder.
  • ├ändere interne Links auf HTTPS, ansonsten wird Deine Website als „unsicher“ markiert.

Tipp: Auch Links zu anderen Websites, sollten auf HTTPS umgestellt werden. Alternativ solltest du dir andere Seiten suchen, auf die du verweisen kannst.

Verwende ein Plugin:

Steigt gerade ein wenig Panik in dir hoch, weil du Hunderte von Seiten und Bilder durchsuchen musst. Nat├╝rlich gibt es daf├╝r ein WordPress-Plugin: Better Search Replace.

Ändere in einem einzigen Schritt die URLs auf deiner gesamten Datenbank. Du machst dafür nur diese Eingaben:

  • Suche nach deiner HTTP-URL
  • Ersetze durch deine HTTPS-URL
  • W├Ąhle alle Tabellen aus

F├╝hre erst einmal einen Testlauf durch. Du erh├Ąltst einen Testbericht und kannst danach das Ersetzen starten.

Wenn du ein Caching-Plugin verwendest, leere den Cache, damit die Einstellungen ├╝bernommen werden.

Nachdem du dein WordPress auf HTTPS umgestellt hast, sind alle URLs Deiner Webseite ge├Ąndert. Ohne weitere Anpassungen h├Ątte das aber negative Auswirkungen auf Dein Suchmaschinen-Ranking.

Schritt 5: Richte Weiterleitungen ein

Google & Co. haben deine Seiten mit HTTP indiziert. Damit du weiterhin gefunden wirst, ist es wichtig, dass die alten HTTP-Links korrekt weitergeleitet werden. Eine gute M├Âglichkeit hierf├╝r sind sogenannte 301-Weiterleitungen.

Richte ├╝ber die .htaccess-Datei einen Weiterleitung ein. F├╝ge dazu im WordPress-Stammverzeichnis am Anfang der Datei den folgenden Code ein.

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off
RewriteRule ^(.*)$ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301]

HTTPS kann dein SEO verbessern

Nur die Umstellung auf HTTPS, verbessert dein SEO-Ranking nat├╝rlich nicht. Aber es ist ein Faktor von vielen, genauso wie

  • qualitativ hochwertige Inhalte
  • relevante Keywords
  • benutzerfreundliche Navigation und
  • schnelle Ladezeiten.

Dennoch. Du signalisiert den Besuchern, dass ihre Daten gesch├╝tzt sind. Dies kann das Vertrauen in deine Webseite st├Ąrken und deine Glaubw├╝rdigkeit verbessern. Beides kann sich positiv auf das Nutzerverhalten und die Markenwahrnehmung auswirken.

Wenn m├Âglich, nutze die Gelegenheit der Umstellung auf HTTPS auch, um auch Deine Link-Struktur zu optimieren. Die SEO Performance w├╝rde davon langfristig profitieren.

Achte vor allem darauf, dass interne Links logisch strukturiert sind und eine klare Hierarchie aufweisen. Denn eine gut durchdachte Link-Struktur ist nicht nur wichtig f├╝r Dein Ranking bei Suchmaschinen, sondern verbessert auch die Benutzerfreundlichkeit Deiner Webseite. Nutzer k├Ânnen sich schneller zurechtfinden und finden relevante Inhalte einfacher.

Aktualisiere deine Links auf anderen Plattformen

Nutzt du die Google Search Console oder Google Analytics. Denke daran die neue URL auch hier in den Einstellungen zu hinterlegen.

Zu guter Letzt ├Ąndere deine URL in all deine Profilen in Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest und Co. Als Unternehmen hast du deine Web-Adresse vielleicht auch in Branchenprofilen hinterlegt.

Wirst du dein WordPress auf HTTPS umstellen?

Es spricht einiges daf├╝r: Die Sicherheit und der Schutz von Nutzerdaten, schnellere Ladezeiten und ein besseres Google-Ranking.

Die Umstellung ist doch einfacher als du als gedacht hast, oder? Und die Kosten halten sich auch in Grenzen ÔÇô wenn sie nicht sowieso mit deinem Webhosting-Paket abgedeckt sind.

Also, wage den Schritt.

Falls du an einer Stelle Unterst├╝tzung brauchst, melde dich gerne bei mir. Dann gehen wir die Sache gemeinsam an.

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